Geiseltalsee-aktuell

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Yachthafen Braunsbedra

Gestaltungskonzeption – Fördervorhaben „Errichtung Seebrücke und Erschließung eines Sondergebietes“

Dem Begriff Hafen liegt der Gedanke eines natürlichen oder künstlich geschützten Uferbereiches für Schiffe zu Grunde. Aus diesem Schutzbedürfnis, dem funktionell in allen Häfen durch umschließende Wellenbrecher Rechnung getragen wird, entstand der Entwufsgedanke des städtebaulichen Ensembles an der Seebrücke Braunsbedra.

Der Topographie der Bucht und der angrenzenden bis zu 23m hohen Böschung folgend, entwickeln sich in der Form von Kreissegmenten städtebauliche Räume mit ihren unterschiedlichen Funktionen. Ausgangspunkt ist die in Stufen ans Wasser herangeführte Uferpromenade. Sie bietet verschiedene Aufenthaltsbereiche, angefangen vom Sitzen am Wasser, über Wiesen zum Liegen und Sitzplätze vor und zwischen den angrenzenden Gebäuden für Restaurant und Cafe´s. Durch die gebogene, den Hafen umschließende Form ist diese vielgestaltig an jedem Platz und bei jedem Schritt präsent.

Auch die ca. 180m lange Seebrücke scheint leicht gebogen wie eine weitere Hülle den Hafen zu schützen. Von ihr aus kann man das Treiben im Hafen und in der ganzen Bucht aus der Seeperspektive verfolgen. Eine um 75cm erhöhte Plattform bietet Platz für besondere Veranstaltungen und ihre vorgelagerten zur Seebrücke hinabführenden breiten Stufen laden zum Sitzen in der Abendsonne ein. Der Ausgangspunkt der Seebrücke ist der Seebrückenplatz. Als Veranstaltungsplatz mit Tourismusinformation und Treppe zur Seeterrasse begrenzt er die Uferpromenade in östlicher Richtung.

Der Hafenplatz mit seinen Gebäuden und möglichen Funktionen, wie Hafenmeister, Bootsausrüstungsshop, Reparaturwerft u.a. markiert das andere Ende. Eine klare Zäsur in der angrenzenden Promenadenbebauung stellt über eine Treppe und rollstuhlgeeignete Serpentine die fußläufige Verbindung zum Parkplatz sicher. Die Bezeichnung Wassertreppe signalisiert nicht nur, dass es sich hier um die kürzeste Verbindung zum Wasser handelt, sondern auch, dass das an dieser Stelle austretende Schichtenwasser als Gestaltungs- und Spielelement genutzt wurde.

Die hinter der Promenadenbebauung in den Hang gestaffelten Ferienhäuser und die an der Hangoberkante positionierten Hotels und Pensionen, nutzen durch die Höhenunterschiede die Morgen und Abendsonne und eröffnen sowohl den Blick uden den See als auch zur Promenade und zum Hafen. Neben diesem bewusst kompakt gehaltenen und durch die Hafenstraße erschlossenen zentralen Bereich an der markanten Seebrücke, erreicht man über den Uferweg und den bestehenden Radwanderweg oberhalb der Böschung, ein locker in die Grünflächen eingebundenes Ferienhausgebiet. Dessen Mittelpunkt könnte eine in der Böschung eingeschobene Saunalandschaft mit direkter Verbindung zum unterhalb gelegenen öffentlichen Badestrand sein. Ein Wachstützpunkt mit Toiletten im Erdgeschoss bietet die notwendige Infrastruktur. Ein Campingplatz und ein Parkplatz oberhalb der Böschung ergänzen diesen Funktionsbereich.

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Zielstellung/Kurzbeschreibung:

Im Geiseltal entsteht nach Beendigung des Braunkohlebergbaus der größte See Sachsen-Anhalts sowie der größte künstliche See Europas. Dieser wird nach seiner vollständigen Flutung touristisch genutzt. Neben der Marina in Mücheln soll auch in Braunsbedra ein Segelhafen mit verschiedenen touristischen Angeboten entstehen. Dies ist ein weiterer Schritt bei der Entwicklung des Geiseltales zur Erholungsregion. Wir errichten neben den öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen auch eine Touristeninformation und eine in ihrer Art einmalige Seebrücke. Die entstehenden Investitionsflächen sind so gestaltet, dass sie sich in das Gesamtkonzept einfügen und schon auf die Bedürfnisse der Gäste ausgerichtet sind. Damit schaffen wir die Rahmenbedingungen, die ein Investor benötigt, um sein Projekt am Geiseltalsee zu verwirklichen.

Das Fördervorhaben „Errichtung Seebrücke und Erschließung eines Sondergebietes“ am Südufer des Geiseltalsees in der Gemarkung der Stadt Braunsbedra umfasst eine Fläche von ca. 50 Hektar.


Der Standort soll nach Fertigstellung u.a.
eine Seebrücke
eine Uferpromenade mit Seeterrasse
eine Tourismusinformation
einen Badebereich mit einem Wachstützpunkt
eine ausreichende Anzahl an Stellplätzen an den einzelnen Bereichen des Standortes
einen Hafen/Marina mit einer Kapazität von 165 Liegeplätzen
entsprechende Beherbergungsmöglichkeiten, z. B. Ferienhaussiedlung
einen Campingplatz
beinhalten.


Kosten/Finanzierung:

Das bewilligte Investitionsvolumen beträgt 17,6 Mio. Euro. Die Finazierung erfolgt mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union. Die Stadt Braunsbedra stellt zur Kofinanzierung des Vorhabens die entsprechenden Eigenmittel bereit.


Anfahrt:

Die Anfahrt zum Standort erfolgt über die Bundesautobahn A38 bis zur Anschlussstelle „Merseburg-Süd / Frankleben“. Anschließend fahren Sie in Richtung Braunsbedra sowie entsprechend der innerörtlichen touristischen Ausschilderung „Entstehung Geiseltalsee – Aussichtspunkt Leonhardt“ zum Standort.


Kontakt:

Bei Interesse an der Standortentwicklung wenden Sie sich bitte an die:

Stadt Brausbedra • Markt 1 • 06242 Braunsbedra
Telefon/Fax: 034633-400 / -22680
E-Mail: Stadt_Braunsbedra@t-online.de
Internet: www.braunsbedra.de


Impressum:

Herausgeber:   Stadt Braunsbedra Redaktionsschluss:  30.06.2009
Titelzeichnung:  „Perspektive Braunsbedra“ DÄRR Landschaftsarchitekten Halle, Mai 2009
Fotos:    Stadt Braunsbedra
Konzeption u. Text:   DÄRR Landschaftsarchitekten (Halle) im Rahmen der Planungsgemeinschaft „Sondergebiet Geiseltalsee“ - ILC Ingenieur Consult Dr. Ing. A. Kolbmüller GmbH (Leipzig) und b&o Ingenieure (Hamburg) Vorentwurfskonzeption: BIG Braunsbedraer Ingenieurgesellschaft bR (Braunsbedra)

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Video-Status Juli 2010: